Kurzbericht der ILE-Sitzung am 03.02.2026
Zur ersten Sitzung in diesem Jahr fanden sich die Gemeindeoberhäupter der zehn ILE-Kommunen in Michelsneukirchen ein. Nach einem Rückblick in Bildern auf das vergangene Jahr, folgte der Maßnahmen- und Aktionsplan für 2026. Ein Höhepunkt des vergangenen Jahres war die Beteiligung zahlreicher Akteure aus der Region an der Landesgartenschau in Furth im Wald. Gemeinsam konnte man ein ansprechendes zweiwöchiges Programm am Regionalpavillon des Landkreises Cham bieten.
Zu Beginn der Sitzung begrüßte ILE-Vorsitzende Irmgard Sauerer ihre Kolleginnen und Kollegen sowie das Team der ILE-Geschäftsstelle. Regionalmanagerin Martina Kulzer fasste das Jahr 2025 der ILE kurz zusammen. Neben den acht Gremiumssitzungen fanden Vorträge zum Thema „Photovoltaik und Speicher“, eine Exkursion zu einem Generationenwohnprojekt in Regensburg, überregionale Netzwerktreffen der ILE sowie Abstimmungstermine zum derzeit entstehenden Kernwegenetzkonzept statt. Außerdem konnten wieder 17 regionale Projekte durch das Regionalbudget gefördert werden. Wie üblich, hielt das ILE-Management alle erfolgten Aktivitäten in einem jährlichen Sachstandsbericht fest. Dieser fand einstimmige Zustimmung der anwesenden ILE-Zweckverbandsmitglieder und kann somit an das zuständige Amt für ländliche Entwicklung in der Oberpfalz weitergeleitet werden.
Auch für das neue Jahr habe man sich wieder einiges vorgenommen, so ILE-Vorsitzende Sauerer. Während das Gastgeberverzeichnis „Verschnaufpause“ und die ILE-Wanderkarte neu aufgelegt werden sollen, könnte man sich auch einen ILE-weiten Tourismus-Tag vorstellen, bei dem touristische Akteure, wie z.B. Gastgeber oder Gastronomen, zu einem gemeinsamen Austausch zusammenkommen. Die bereits vor einigen Jahren initiierte Aktion „Vorwald-Früchterl“ möchte man gerne wieder neu beleben. Dabei werden öffentliche Streuobstbäume durch ein gelbes Band markiert und so in der Bevölkerung für das Pflücken der reifen Früchte geworben.
Auch einige Vorträge und Workshops sollen das Programm der ILE Vorderer Bayerischer Wald im Jahr 2026 bereichern. Man wünsche sich wieder eine Fortsetzung der Veranstaltungsreihe „Erneuerbare Energien“, sowie eine Vortragsreihe im Bereich der Schwammregion bzw. des Klimaanpassungsmanagements. Auch das Thema Baukultur und Sanierung soll in einem ILE-weiten Workshop fokussiert werden. Hier habe man bereits einige gute Ideen aus dem vergangenen Projekt BauKulturLandschaft in der Schublade.
Die Vernetzung von verschiedenen Akteuren im ILE-Gebiet soll auch im Jahr 2026 gefördert und ausgebaut werden. Im April findet das jährliche Treffen der Bauhöfe statt. Mit dem Netzwerk der Seniorenbeauftragten ist ebenfalls eine Veranstaltung geplant. Weiterhin möchten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der ILE ein gemeinsames Konzept zur Ferienbetreuung von Schulkindern im Rahmen der Offenen Ganztagsschule auf die Beine stellen. Aufgrund der Dringlichkeit – schrittweiser Rechtsanspruch auf die Offene Ganztagsbetreuung an Grundschulen ab Schuljahr 2026/2027 – entschieden sich die Anwesenden das Thema als Schwerpunkt für die nächste ILE-Sitzung aufzunehmen. Auch wenn die rechtlichen Grundlagen noch nicht vollends geklärt sind, möchten sich die Kommunen noch enger vernetzen und die Ganztagsbetreuung als gemeinsames Vorhaben angehen.
Nachdem die Bewerbungsfrist für das Regionalbudget 2026 im Januar zu Ende gegangen ist, konnte in der ILE-Geschäftsstelle der Eingang von rund 32 Förderanträgen verzeichnet werden. Regionalmanagerin Lisa Betz wertete die große Anzahl an Anträgen als Zeichen dafür, dass sich das regionale Förderinstrument über die Jahre äußerst bekannt und beliebt gemacht hat.
Im Anschluss folgte eine kurze nichtöffentliche Sitzung.