Hochwasser-Brennpunkte identifiziert
Schwammregion Vorderer Bayerischer Wald erarbeitet erste Hot Spot Bereiche
Wo kam es in der Vergangenheit zu Überschwemmungen oder Problemen durch Starkregenereignisse? Wo sind zukünftig Schäden durch Hochwasser zu erwarten? Diesen Fragen gingen rund 50 Verantwortliche aus der Region und Vertreter verschiedener Behörden beim ersten gemeinsamen Arbeitstreffen der Schwammregion in Bernhardswald nach. Die zehn Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der ILE-Kommunen nahmen sich gemeinsam mit Mitarbeitenden der Bauämter und Bauhöfe sowie zuständigen Vertretern des Amts für ländliche Entwicklung, des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der Unteren Naturschutzbehörden sowie der Wasserwirtschaftsämter dem Thema an.
Unter der Leitung von Thomas Schwarz vom Büro landimpuls und der ILE-Geschäftsstelle konnten zahlreiche Hot Spot Bereiche in der Region ausgemacht und analysiert werden. Als Hot Spots gelten Brennpunktbereiche, die bei Starkregen oder Hochwasser von Rückstau oder Überflutungen betroffen sind. Auch Abschwemmungen an Hangbereichen, Ausschwemmungen aus landwirtschaftlichen Flächen oder Sedimenteinträge in Gewässern sind häufige Probleme. In der weiteren Zusammenarbeit als Schwammregion werde man sich nun einzelnen Bereichen im Speziellen widmen und Hochwasser- bzw. Starkregenschutzmaßnahmen einleiten. Dazu werden die jeweiligen Brennpunkte mit betroffenen Landwirten, Betrieben und Privatpersonen vor Ort besichtigt und Maßnahmen zur Verbesserung der Situation evaluiert.
Ginge es nach den Verantwortlichen, sollten möglichst viele Projekte alsbald in die Umsetzung kommen, um die Region wasserresilient zu machen. Den meisten Maßnahmen geht jedoch ein längeres Planungsverfahren voraus. Zudem ist man auf die Umsetzungsbereitschaft von Flächeneigentümern sowie die Verfügbarkeit von geeigneten Fördermitteln angewiesen. Dennoch freuen sich die ILE-Verantwortlichen über die Möglichkeit beim dezentralen Hochwasserschutz kräftig anpacken zu können und dafür die Fördermittel des Amts für Ländliche Entwicklung zu nutzen. Das Gesamtprojekt der Schwammregion, für das die ILE als eine von zehn Regionen in Bayern ausgewählt wurde, wird mit einem Personalkostenzuschuss gefördert. Dadurch können Vorplanungen, Vorträge, Exkursionen und Veranstaltungen finanziert werden, die zur Entwicklung einer wasserresilienten Region beitragen.