Kurzbericht der ILE-Sitzung am 15.09.2026
Mit einer umfangreichen Tagesordnung im Gepäck, versammelten sich die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der zehn ILE-Kommunen zur turnusmäßigen Sitzung in Altenthann.
Aufgrund des Umzugs der ILE-Geschäftsstelle mit ihren vier Mitarbeiterinnen nach Bernhardswald, stand eine Reihe von formalen Beschlüssen an. So wurde eine neue Zweckvereinbarung zwischen der ILE und der Gemeinde Bernhardswald beschlossen, wonach die Gemeinde einige Verwaltungsaufgaben des Zweckverbands übernimmt. Ebenso konnte ein neuer Mietvertrag zwischen der ILE und der Gemeinde Bernhardswald beschlossen werden. Das Büro im Rathaus Bernhardswald, dem Sitz des neuen ILE-Vorsitzenden, wurde von der Geschäftsstelle Anfang Juli dieses Jahres bezogen. Zuletzt folgte der Beschluss zur Änderung der Zweckverbandssatzung, da auch in der Satzung der Sitz der ILE erwähnt wird und nun geändert werden muss.
Wie schon seit 2021 beabsichtigt die ILE auch für das Jahr 2027 wieder die Kleinprojekteförderung „Regionalbudget“ beim Amt für Ländliche Entwicklung zu beantragen. Insgesamt stehen der Region dann wieder 75.000 Euro Fördervolumen zur Verfügung. Die sehr zahlreichen Projektanfragen im letzten Jahr zeigen die große Beliebt- und Bekanntheit des ILE-Regionalbudgets. Und auch in Zahlen ausgedrückt, kann sich die Kleinprojekteförderung durchaus sehen lassen: Mehr als 420.000 Euro Fördermittel flossen durch das Regionalbudget bereits in die Region. Über eine Weiterführung des Regionalbudget in 2027 waren sich die Gemeindevertreter ohne Zweifel einig.
Anschließend stellte Vorsitzender Obermeier einige Veränderungen der Rahmenbedingungen und Projektauswahlkriterien vor: „Uns ist wichtig, dass mit dem Regionalbudget auch die Aspekte der Schwammregion, also dem sensiblen Umgang mit Wasser Boden, Landschaft und Flächen, gefördert werden. Projekte, die diese Aspekte beinhalten und zum Klimaschutz bzw. zur Klimaanpassung beitragen, sollen auch entsprechend bepunktet werden.“ Darüber hinaus erhalten die eingereichten Projekte Punkte in den Bereichen Ortsentwicklung, Demografie, Barrierefreiheit, Tourismus, Kultur, Innovationscharakter und überregionale Bedeutung. Je mehr Punkte die jeweiligen Projektanfragen durch das Auswahlgremium erhalten, desto besser sind die Chancen auf eine Förderung. So schlug Obermeier vor, vier der neun Auswahlkriterien anzupassen, und erhielt breite Zustimmung von der Verbandsversammlung.
Im darauffolgenden Tagesordnungspunkt informierten Projektleiterin Tina Heigl und Thomas Schwarz vom begleitenden Büro landimpuls über die Entwicklung der Schwammregion Vorderer Bayerischer Wald. In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche Gespräche mit Fachbehörden, Verbänden und weiteren regionalen Akteuren geführt. Gleichzeitig wurden erste konkrete Handlungsräume in den Kommunen betrachtet und mögliche Maßnahmen gemeinsam mit den Verantwortlichen weiterentwickelt. Thomas Schwarz zeigte anhand der jeweiligen Gemeindegebiete, wo mit geeigneten Maßnahmen bereits begonnen wurde oder in Zukunft mit der Umsetzung gestartet werden soll.
Auch die Veranstaltungsreihe „Schwammregion vor Ort – Zu Gast bei …“ entwickelt sich weiter. Nach dem Auftakt bei einem Zierpflanzengärtner führt die nächste Veranstaltung am 29. September mit einer Naturpark-Rangerin ins Naturschutzgebiet Hölle. Die Praxisreihe soll künftig immer wieder unterschiedliche Orte, Menschen und Themen rund um Wasser, Boden und Landschaft in den Mittelpunkt stellen. Ein weiterer Baustein ist ein Kurzfilm über die Schwammregion. Dafür wurden an zwei Drehtagen unterschiedliche Menschen und Orte aus der Region besucht, um die Vielfalt des Projekts und die verschiedenen Perspektiven auf das Thema sichtbar zu machen.
Weitere Tagesordnungspunkte folgten im nichtöffentlichen Teil der Sitzung. Die nächste öffentliche ILE-Sitzung mit Klausurtagung wird voraussichtlich am 27. Oktober in Rettenbach stattfinden. Weiterhin werden die ILE-Vertreter im Jahr 2027 zu einer zweitägigen Evaluierung zusammenkommen und die weitere Entwicklung und Zielsetzung der Region planen.